Vom Kantinen-Kaffee und der Kunst, pingelig zu bleiben
Vom Kantinen-Kaffee und der Kunst, pingelig zu bleiben
Frau Gruber findet, ich übertreibe.
Ich lasse das mal so stehen.
Frau Gruber ist die gute Seele der High-End-Manufaktur hier, in der ich aktuell mehr Zeit verbringe als im Studio. Letzten Dienstag schaute sie von ihrer riesigen Kaffeetasse mit einer putzigen Katze darauf hoch und sagte: „Frau Trofer, die Pigmentzusammensetzung passt jetzt wirklich.“ Die Betonung lag auf dem letzten Wort.
Als hat auch so geklungen, als ob sie das abschließend gemeint hätte.
Ich also in die Fertigungshalle.
Gut, die Vorarbeiter in der Fertigung nennen mich beim Vornamen, und nicht jeder – Frau Gruber eingeschlossen – lächelt mich ehrlich freundlich an.

